// Geschichte des Bogensports

Pfeil und Bogen werden seit mindestens 14.000 Jahren (dem ausgehenden Jungpaläolithikum) benutzt, was vor allem durch entsprechende Pfeilspitzen aus Feuerstein belegt ist. Die älteste Bogendarstellung ist als Gravur auf einer Kalksteinplatte der Grotte des Fadets, Dept. Vienne, Frankreich aufgebracht. Sie datiert in das späte Magdalénien. Die ältesten gesicherten archäologischen Belege für den Bogengebrauch stellen vollständig erhaltene Pfeile aus dem Stellmoor bei Hamburg dar (etwa 10.000 v. Chr., Ahrensburger Kultur). Sie wurden aus Kiefernholz hergestellt und besitzen Stielspitzen aus Feuerstein. Die ältesten unzweifelhaften Bogenfunde sind zwei ca. 8000 Jahre alte Flachbogen aus Holmegård (Dänemark). Sie entstammen der Kongemose-Kultur des nordischen Mesolithikums.

Die älteste europäische Schule des Bogenschießens stammt aus dem Jahr 1545 vom englischen Autor Roger Ascham und trägt den Namen „Toxophilus“.Toxophilus, der Freund des Schießens, führt darin einen Dialog mit Philosophos, dem Freund der Weisheit.

Eine Anekdote zum exotischen Status des Bogenschießens im frühen 19. Jahrhundert ist von Johann Peter Eckermann in Gesprächen mit Goethe überliefert.Zur selben Zeit hatte das Bogenschießen in Brabant (Belgien) den Status eines beliebten Volkssports, wie Eckermann im Jahre 1814 beobachtete. Dort schossen junge Männer auf 60 bis 80 Schritt – mit offenbar beeindruckenden Ergebnissen – auf eine Papierscheibe, die an einer nassen Lehmwand befestigt war.Nach eigenen Worten bemühte sich Eckermann einige Jahre vergeblich um eine Popularisierung des Bogensports in Deutschland.Diese Bemerkung ist insofern interessant, als es zwar die Zeit der Einführung der „deutschen Turnbewegung“ durch Turnvater Jahn war, das Bogenschießen jedoch zu dieser Zeit keinen Status als Sport erlangen konnte.

Ein im Jahre 1920 erschienenes Heftchen mit dem Doppeltitel „Bogenschießen / Werfen mit dem Bumerang“ war lange Zeit die maßgebliche Anleitung für das Bogenschießen in deutscher Sprache.Hohe Auflagen erzielte außerdem das 1948 erschienene Buch von Eugen Herrigel mit dem Titel „Zen in der Kunst des Bogenschießens“. Dieses Buch beeinflusste auch viele aktive Sportschützen in ihrer mentalen Einstellung zum Schießen, wie John Williams (Olympiasieger von 1972) über sich und Richard McKinney mitteilte.

(Quelle: Wikipedia)

// Organisationen im Bogensport

Die wichtigsten weltweiten Organisationen der Bogenschützen sind die International Field Archery Association (IFAA) und die World Archery Federation (WA) (bis 2010 FITA). Die Vertretung des Bogensports gegenüber dem IOC und der olympischen Bewegung erfolgt dabei durch die WA, als anerkannter internationaler Verband.

Der Bogensport in Deutschland ist in mehreren Verbänden organisiert. Die beiden größten sind zum einen der DSB (Deutscher Schützenbund) und zum andern der DBSV (Deutscher Bogensport-Verband). Der DSB ist in der Bundesrepublik Deutschland historisch gewachsen und als einziger nationaler Verband der WA angeschlossen. Daher sind nur über den DSB Teilnahmen an übernationalen Wettkämpfen der WA, wie Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen möglich. 3D-Meisterschaften sind im Bereich des DSB aufgrund der derzeitigen Ablehnung gegenüber dem 3D-Feldbogenschießen nicht vorgesehen, was dazu führt, dass die WA 3D-Weltmeisterschaft in den letzten Jahren ohne deutsche Beteiligung stattgefunden hat.

Ein dritter Bogensportverband in Deutschland ist der DFBV, der Deutsche Feldbogenverband, der eine lockere Kooperation mit dem DSB betreibt und direkt an die IFAA (International Field Archery Association) angebunden ist. Mitglieder des DFBV können an den Wettbewerben und internationalen Meisterschaften der IFAA teilnehmen.

Die Archery Association of Europe (AAE) wurde 1968 von Angehörigen der US-amerikanischen und kanadischen Streitkräfte in Deutschland gegründet und ist über den amerikanischen Verband an die IFAA angebunden. Mitglieder der AAE kommen aus zahlreichen Ländern Europas darunter zahlreiche Deutsche. Die Wettbewerbe und Meisterschaften des Verbandes werden zurzeit in Deutschland organisiert.

Die Schweiz ist im Schweizer Bogenschützen-Verband (SBV) (fr:Association Suisse de Tir à l'arc (ASTA), it:Associazione svizzera di Tiro con l'Arco (ASTA)) und in der Field Archery Association Switzerland (FAAS) organisiert. In Österreich werden die Bogensportler vom Österreichischer Bogensportverband (ÖBSV) und den jeweiligen Landesverbänden vertreten.

Bogenschießen ist seit 1972 wieder olympische Disziplin, nachdem es das bei Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit von 1900 bis 1920 schon einmal war. Olympische Disziplin ist jedoch nur das Schießen mit dem Recurvebogen. Weltmeisterschaften im Bogenschießen werden seit 1931 ausgetragen.

(Quelle: Wikipedia)

// Bogenschiessen Grundlagen

Das Bogenschießen beruht auf dem Prinzip eines elastischen Stabes (Bogen), der mit einer Bogensehne gespannt wird.

Durch Anspannen der Sehne wirkt der Bogen wie eine Feder und es wird potentielle Energie aufgebaut, die sich beim Lösen der Sehne als kinetische Energie des Pfeils frei setzt. Je stärker die Spannkraft des Bogens und je länger der Auszug der Sehne ist, desto schneller, weiter, geradliniger und durchschlagskräftiger fliegt der Pfeil. Die Spannkraft des Bogens wird traditionell als Zuggewicht an der Sehne in englischen Pfund (1 englisches Pfund = 0,453 kg) bei einem Auszug von 28 Zoll (71,12 cm) gemessen.

Das Zuggewicht von Bögen variiert zwischen wenigen Pfund bei Kinderbögen bis über 60 Pfund bei trainierten Schützen.

Bei Compoundbögen, die mit einem flaschenzugähnlichen Mechanismus ausgestattet sind, hat der Bogen eine weitaus größere Spannenergie, weil die aufgewendete Zugkraft des Schützen bereits vom Beginn des Auszuges an bis kurz vor dem vollen Auszug annähernd gleichmäßig hoch ist und dadurch dem Pfeil ein wesentlich höherer Impuls gegeben wird.

Die Länge des Auszugs hängt von der Armlänge des Schützen und der Art der Schießtechnik ab. Schießtechnik heißt hier vor allem die Wahl des Ankerpunktes, wo die Zughand den maximalen Auszug der Sehne erreicht. Je nach Bogenklasse und Verband, in dem der Bogenschütze sportliches Schießen betreibt, gibt es Beschränkungen in der Abschussgeschwindigkeit (Feld- und Wald: 300 fps (Fuß pro Sekunde)) oder Zuggewicht von 60 Pfund (FITA, Target).

(Quelle: Wikipedia)

// Bogenschiessen Heute

Heute ist das Schießen auf standardisierte Zielscheiben mit Recurvebögen, an denen Zielvorrichtungen und Stabilisatoren angebaut sind, die am weitesten verbreitete Bogensportart. Der verwendete Bogen, der häufig als „olympischer Bogen“ bezeichnet wird, ist ein technologisch hoch entwickeltes Sportgerät, mit welchem genaue Treffer auf große Distanzen erzielt werden können. Das Bogenschießen zählt zu den Präzisionssportarten.

Bogenschießen gehört seit 1972 zu den Olympischen Sportarten. Zuvor war es bereits in den Jahren 1900, 1904, 1908 und 1920 im Programm der Olympischen Spiele vertreten.

Seit einigen Jahren gewinnt das Traditionelle Bogenschießen mit Bögen, an denen keinerlei technisches Zubehör angebracht ist, an Beliebtheit. Neben dem Recurvebogen in seiner Form als Blankbogen wird hier mit dem Langbogen, dem Reiterbogen und dem Primitiv-Bogen geschossen. Es werden auch selbst gebaute Bögen verwendet. Bei dieser Sportart wird häufig auf Parcours im Wald eine Jagd simuliert und auf Tierattrappen geschossen.

In Deutschland, Österreich, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Irland, Island, Griechenland und in Rumänien ist die Bogenjagd generell verboten, in den meisten anderen europäischen Ländern erlaubt.

Beim modernen Bogenschießen gibt es verschiedene Disziplinen. Allgemein werden Bogen ohne Visierhilfsmittel und Stabilisationsgewichte als Blankbogen (englisch: „Barebow“) bezeichnet. Moderne Lang- und Jagdrecurvebogen werden aus verschiedenen Schichten laminiert, die aus Holz oder mit Glas oder Kohlenstofffasern verstärktem Kunststoff bestehen. Auch Recurve-Sportbogen aus Aluminium und kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff sind Blankbogen, wenn weder am Bogen noch an der Sehne Hilfsmittel zur Visierung, Entfernungsschätzung oder Stabilisierung vorhanden sind.

Bei modernen Sportbogen unterscheidet man daher zwischen Blankbogen (Recurve ohne Visier und Stabilisationshilfsmittel), olympischem Recurve-Sportbogen (Visier und Stabilisationshilfsmittel erlaubt) und Compoundbogen (Visier mit Linsenoptik und Stabilisationshilfsmittel erlaubt).

In verschiedenen Kulturen wurde und wird berittenes Bogenschießen als Sport betrieben.

Der Wahlspruch der Bogenschützen lautet: „Alle ins Gold“, beziehungsweise „Alle ins Kill“ bei den 3D-Schützen.

(Quelle: Wikipedia)

// Olympisches Bogenschiessen - Schussablauf

Besonderes Merkmal des Bogensportes ist es, durch Ruhe und Konzentration einen immer gleichbleibenden Schussablauf zu erlangen. Die Schützen schießen hier auf Zielauflagen mit Ringwertung.

Das Recurveschießen hat sich in den letzten Jahren zu einem immer populärer werdenden Sport entwickelt. Insbesondere Korea, China und viele andere fernöstliche Staaten verzeichnen Zuwächse. Anders als beim Blankbogen sind Stabilisatoren, Zielhilfen (Visiere) und Auszugsmarkierungen (Klicker) erlaubt.

Der Schießablauf wird dabei über eine Ampel (Ampelsteuerung) geregelt. Hierbei wird ein- und zweireihiges Schießen unterschieden. Die Länge der Schießzeit ist dabei abhängig vom Wettbewerb und ist in den entsprechenden Regelwerken (zum Beispiel SpO) festgelegt.

(Quelle: Wikipedia)

// Olympisches Bogenschiessen - Turnierarten

FITA im Freien
(Meisterschaften und Olympische Spiele): 2 mal 36 Pfeile auf 70 m, danach weiter im K.O.-Verfahren, 1. gegen 32., 2. gegen 31. usw. bis zum Finale.  FITA-Runde oder Große FITA

Insgesamt werden 144 Pfeile auf verschiedene Entfernungen und Auflagengrößen (Zielscheiben) geschossen. Weiterhin werden in den verschiedenen Wettkampfklassen (unterschieden nach Alter/Geschlecht) unterschiedliche Entfernungen geschossen.

Bei den Herren jeweils 36 Pfeile auf 90m und 70m (auf Auflagen mit 122cm Durchmesser) sowie 50m und 30m (auf Auflagen mit 80cm Durchmesser).

Bei den Damen werden 70m und 60m (122cm Ø) sowie 50m und 30m (80cm Ø) geschossen.

Auf der 30m Distanz kann die 80cm Ø Auflage auch durch vier (für jeden Schützen der Scheibe einen) sogenannte Spots ersetzt werden. Dieser hat einen Durchmesser von 40 cm und besteht aus der Mitte der 80cm Auflage. Niedrigere Treffer werden dabei als Fehlschuss (M miss) gewertet. Vor einer Wertung (Pfeile holen und aufschreiben der Trefferzahlen scoren) werden bei den zwei weiten Entfernungen jeweils 6 Pfeile, bei den Kürzeren jeweils 3 Pfeile geschossen. Für Schüler- und Jugendklassen gelten teilweise abweichende Regelungen bezüglich Entfernungen und Auflagengrößen.

Eine FITA-Runde wird in der Regel an einem Tag geschossen. Bei der sogenannten Doppel-FITA werden zwei FITA-Runden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geschossen.

kleine oder halbe FITA
50 m und 30 m, jeweils 36 Pfeile auf Auflagengröße 80 cm

900er Runde
jeweils 30 Pfeile auf 60 m, 50 m und 40 m auf eine 122 cm große Auflage

FITA Halle
2 Durchgänge zu 30 Pfeilen auf 18 m Entfernung. Geschossen wird auf 40 cm Auflagen (Schüler 60 cm) bzw. auf 3er-Spot-Auflagen (die fünf inneren Ringe der normalen 40 cm Auflage, drei davon untereinander bilden praktisch eine „Ampel“).

Bogenliga Indoor
Hier schießen 8 Mannschaften. Jede Mannschaft bestreitet an einem Wettkampftag 7 Matches zu 24 Pfeilen. Es schießt jede Mannschaft gegen jede Mannschaft ein Match. Die Mannschaft besteht aus 3 Schützen je Match. Ein Match besteht aus 4 Passen zu 6 Pfeilen (jeweils 2 pro Wettkämpfer). Diese müssen in 2 Minuten je Passe auf zwei senkrecht angeordneten Dreifachauflagen auf 18 m geschossen werden. Die Zusammensetzung der Mannschaft kann nach jedem Match geändert werden. Eine Ligasaison besteht aus 4 Wettkampftagen, von November bis Februar.

Die 8 besten Mannschaften, 4 aus der 1. Bundesliga Nord und 4 aus der 1. Bundesliga Süd schießen Ende Februar ein Finale in dem der Deutsche Mannschaftsmeister ermittelt wird. In Deutschland gibt es zurzeit 1. Bundesliga Nord und Süd, 2. Bundesliga Nord und Süd, Regionalligen Nord, Ost, West, Südwest, Süd und 18 Landesligen sowie Bezirks- und Verbandsligen.

Die aktuelle Bundesligaordnung wird jedes Sportjahr durch den Gesamtvorstand des Deutschen Schützenbund verabschiedet.

Bogenliga
Auch hier schießen Mannschaften mit je drei Schützen gegeneinander. Jeder Schütze schießt 3 Pfeile auf 50 m auf 80 cm Auflagen. Alle Schützen müssen ihre Pfeile innerhalb von 3 Minuten geschossen haben. Je Wettkampf werden 3 mal 3 Pfeile von jedem Schützen geschossen, also 27 Pfeile pro Mannschaft. Jede Mannschaft schießt gegen jede andere Mannschaft, dabei bekommt der Sieger jeweils 2 Punkte, bei Gleichstand jeder 1 Punkt. Es werden die Punkte zusammengezählt, bei Gleichstand zählen auch die Ringzahlen.

Die Zielscheiben sind von innen nach außen in den Farben geteilt, wobei jede Farbe in 2 „Ringe“ geteilt ist. Gelb (nur Gold genannt) = 10 bzw. 9 "Punkte" (Ringe); Rot = 8/7 Punkte; Blau = 6/5 Punkte; Schwarz = 4/3 Punkte und Weiß = 2/1 Punkt(e) (die Ringzahl reicht von 10 bis 1). Trifft man die Auflage nicht, so wird das als "M" (Miss) gewertet.

Der Zehner-Bereich für Compound-Schützen ist in der Halle (18 m) kleiner als der für Recurve-Schützen und ist extra eingezeichnet. Diese Kennzeichnung (genannt X) ist auch im Freien vorhanden, wird dort allerdings als Innenzehner gewertet. Bei Ringgleichheit gewinnt der Schütze mit den meisten Innenzehnern. Die Ringe 1 und 2 entfallen völlig. Als Treffer zählt bereits, wenn der den Ring umgebende schwarze Streifen vom Pfeilschaft berührt wird.

(Quelle: Wikipedia)

// Traditionell Bogenschiessen

Die Begriffe traditionelles Bogenschießen und instinktives Bogenschießen werden häufig synonym gebraucht und bezeichnen das Bogenschießen ohne Bogenvisiere oder andere technische Zusatzausstattung am Bogen.

Die Bezeichnung "traditionelles Bogenschießen" bezieht sich auf die Bauweise von Pfeil und Bogen, die sich häufig an historische Vorbilder anlehnt. Es werden dabei auch Zielhilfen wie das Stringwalking oder Facewalking angewendet.

Dagegen bezieht sich die Bezeichnung "instinktives Bogenschießen" auf die instinktive Schießtechnik. 

Und oft sind auf Bogenturnieren, auf denen "instinktiv" geschossen wird, sogar Schießtechniken wie das Stringwalking oder Facewalking nicht erlaubt. Andererseits kann auch mit technisch hoch entwickelten modernen Bögen, wie dem Compoundbogen, instinktiv geschossen werden.

Während das bekanntere Sportbogenschießen nach den Regeln der FITA, wie es bei den Olympische Spielen ausgeübt wird, relativ eng reglementiert und standardisiert ist, gibt es im traditionellen Bogenschießen eine große Vielfalt an unterschiedlichen Bauarten der Bögen, Pfeile und Sehnen und an Ausübungsvarianten. Diese Form des Bogenschießens hat in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen.

(Quelle: Wikipedia)

// Traditionell Bogenschiessen - Schussablauf

Instinktives Schießen 
Es wird auf bewusstes Zielen unter Hilfestellung (etwa der Pfeilspitze) verzichtet. Der Pfeil und der Bogen werden nur durch Erfahrungswerte, welche durch Training im Unterbewusstsein gespeichert wurden, aufs Ziel gerichtet. Die Konzentration des Schützen liegt dabei auf einem möglichst kleinen Punkt im Ziel, den man treffen möchte. Diese Art des Schießens wird gerne mit dem Werfen eines Steins verglichen, bei dem man ja auch nicht wirklich zielt, sondern nach der eigenen Intuition die Richtung des Steines bestimmt.

Vorteile

  • Möglichkeit, bewegliche Ziele zu treffen
  • Schnellere Schussabfolge
  • Entfernung zum Ziel muss nicht bekannt sein
  • Schießen in der Dämmerung ist möglich
  • Eine Kreuzdominanz (z.B. Rechtshänder mit Augendominanz des linken Auges) ist ohne Auswirkung auf den Schützen


Nachteile

  • Schnelle Erfolge sind nicht möglich, ein langes Training ist erforderlich


Systemschießen
Beim Systemschießen wird der Bogen und der Pfeil als Zielhilfe benutzt. Je nach Entfernung variiert man die Pfeilstellung durch eine Veränderung mit der Zughand, wobei die Entfernung zum Ziel bekannt oder gut geschätzt sein muss. Gezielt wird gewöhnlich über die Pfeilspitze, die genau ins Ziel zeigt.


Vorteile

  • Schnell erlernbar, recht bald gute Erfolge
  • Ein reproduzierbares Schussbild ist leicht möglich


Nachteile

  • Die Entfernung zum Ziel muss zwingend bekannt sein
  • Dämmerungsschießen ist aufgrund der schwachen Lichtverhältnisse nicht möglich
  • Bewegliche Ziele können kaum getroffen werden
  • Schützen mit einem kreuzdominanten Auge müssen z.B. als Rechtshänder einen Linkshand-Bogen benutzen


(Quelle: 
Wikipedia)

// Traditionell Bogenschiessen - Turnierarten

Feldbogen
Unter dem Begriff „Feldbogenschießen“ (kurz: Feldschießen) werden häufig unterschiedliche Disziplinen des Bogenschießens zusammengefasst. Das Feldbogenschießen basiert weitgehend auf dem traditionellen Bogenschießen aber es wird auch mit Zielvorrichtungen oder anderen Zusatzausstattungen geschossen.

Beim Feldbogenschießen im engeren Sinn werden Zielscheiben im Gelände entlang eines Rundkurses aufgestellt. Die speziellen Zielscheiben sind im Unterschied zur „FITA-Zielscheibe“ schwarz mit einem gelben inneren Kreis. Auf einem Feldparcours sind, ähnlich wie beim Golf Course und anders als beim Zielscheiben-Schießen nach den FITA-Regeln, die Entfernungen zumindest bei der Hälfte der Ziele nicht bekannt und es kann sowohl bergauf wie auch bergab bis zu einem Winkel von 45° geschossen werden.

3D-Schießen
Das Schießen auf Schaumstofftiere, meist auf einem Waldparcours, wird 3D-Schießen genannt. Das 3D-Schießen wird der Jagd nachempfunden. Die Situation wird dabei möglichst eng an das jagdliche Vorbild angelehnt. Der Schütze muss durch Astgabeln hindurch, Hänge hinauf oder von Hochständen herab im Stehen, kniend oder sogar liegend versuchen, das Ziel zu treffen. Ziel ist es, den Pfeil in das „Kill“ des stilisierten Tiers zu platzieren, also den Bereich, wo Herz und Lunge liegen würden. Zu einem Parcours gehören typischerweise 28 Ziele, auf die jeweils bis zu 3 Pfeile geschossen werden dürfen.

Clout-Schießen, Roving und Flight Shooting
Beim Clout-Schießen wird auf eine 165 Meter entfernte im Boden angebrachte Flagge gezielt. Dabei wird der Bogen in einem Winkel von ungefähr 45° nach oben in Richtung Flagge geschossen.
Beim Roving stehen die Zielflaggen im Unterschied zum Clout-Schießen in unterschiedlichen unbekannten Entfernungen. Es werden alle Treffer in bestimmten Umkreisen mit verschiedenen Punkten gewertet. Nocke oder Spitze im Kreis wird gezählt.
Beim Flight Shooting oder "Weitschießen" ist das Ziel, möglichst weit zu schießen.

(Quelle: Wikipedia)

// Berittenes Bogenschießen

Beim Berittenen Bogenschießen wird mit kurzen Reiterbögen vom Pferderücken aus, meist im Galopp, geschossen. Die Schießtechnik ähnelt der des traditionellen instinktiven Bogenschießens. Genutzt wurde diese Form des Bogenschießens von den Soldaten des mongolischen Herrschers Temüdschin, bekannt als Dschingis Khan, welche ausgezeichnete Bogenschützen und Reiter waren und mit ihrer revolutionären Kriegsstrategie große Teile Eurasiens eroberten.

(Quelle: Wikipedia)

// Zen-Bogenschießen

Beim Zen-Bogenschießen stehen meditative Aspekte im Vordergrund, während das Treffen des Zieles zweitrangig ist. Der achtsame und ritualisierte Prozess des Schießens wird genutzt, um Bewusstseinszustände der Konzentration und Gelassenheit zu fördern. Das Zen-Bogenschießen wurde im Westen vor allem durch das Buch von Eugen Herrigel „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ bekannt. Es werden im Gegensatz zum Kyūdō handelsübliche Langbögen und Reiterbögen verwendet.

(Quelle: Wikipedia)

// Therapeutisches Bogenschießen

Seit Mitte der 1990er Jahre rückte das traditionelle Bogenschießen in das Interesse von Körpertherapeuten und Psychotherapeuten. In vielen psychosomatischen Kliniken, in der Therapie für Kinder und Jugendliche und in der Rehabilitation wird Bogenschießen als Bestandteil der Behandlung angeboten. Dabei werden die beim Bogenschießen inhärenten Gegensätze zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Konzentration und Loslassen und zwischen Disziplin und Spiel therapeutisch genutzt.

(Quelle: Wikipedia)

// Schusstechnik - Der mediterrane Griff

Dabei legt man den Pfeil auf die Sehne, der Zeigefinger ist über, der Mittel- und Ringfinger unter dem Pfeil. Die Sehne liegt in den vorderen Fingerfurchen. Der Pfeil wird durch den Mittel- und Zeigefinger lediglich locker in der Sehne gehalten. Dies hat den Vorteil, dass man den Pfeil beim Ausziehen nicht verliert (relevant bei dünnen Sehnen oder Selfnocks) und dass man durch die drei Finger genug Kraft hat, die Sehne zu ziehen.

(Quelle: Wikipedia)

// Schusstechnik - Der Unteranker

Bei dieser Methode sind Zeige-, Mittel- und Ringfinger unter dem Pfeil. Auch hier liegt die Sehne in den vorderen Fingerfurchen. Ein Merkmal dieser Technik ist, dass der Pfeil dabei sehr viel näher am Auge liegt, als beim mediterranen Anker. Diese Technik wird von System- und FITA-Schützen benutzt, da diese das Ziel über den Pfeil anvisieren. Beim Stringwalking wird die Sehne je nach Entfernung zum Ziel unterschiedlich weit unterm Nockpunkt abgegriffen, was bei einer immer gleichen Position der Bogenhand und damit des Griffstücks für unterschiedliche Abschusswinkel des Pfeils sorgt.

Anmerkung: da der Pfeil nicht von der Hand gehalten wird, sollte der Unteranker nur mit Klemmnocken geschossen werden - Ein Leerschuss ist sonst sehr wahrscheinlich.

(Quelle: Wikipedia)

// Schusstechnik - Der mongolische Griff / "Daumentechnik"

Bei dieser zumeist bei Kompositbögen verwendeten Technik wird die Sehne unterhalb des Nockpunkts von innen mit dem Daumen gegriffen und verharrt beim Auszug in der vorderen Daumenfurche. Geankert wird dabei mit dem zweiten Daumenglied unterhalb des Ohrs, was eine weitaus größere Auszugslänge als beim Kinnanker darstellt. Bei dieser Schusstechnik wird anstelle eines Tabs oder Schießhandschuhs ein Daumenring getragen.

(Quelle: Wikipedia)

Für weitere Informationen zur Daumentechnik empfehlen wir Dir die folgende Seite: http://www.thumbarchery.de/

// Der Bogen - Definition

(Plural: Bogen oder Bögen), seltener auch verdeutlichend Pfeilbogen genannt, ist eine Abschussvorrichtung für Pfeile. Seit der ausgehenden Altsteinzeit (30.000–10.000 v. Chr.) beweisen archäologische Funde die Nutzung von Pfeil und Bogen als Jagdwaffe. Später – seit der Jungsteinzeit – wurden Pfeil und Bogen auch als Waffe bei kriegerischen Auseinandersetzungen eingesetzt. Heute dient der Bogen primär als Sportgerät, siehe Bogenschießen. Als Kinderspielzeug werden Pfeil und Bogen auch als Flitze- oder Flitzbogen bezeichnet.

(Quelle: Wikipedia)

// Der Bogen - Aufbau & Funktion

Ein Bogen besteht stets aus einem elastischen, stabähnlichen Gegenstand, dem eigentlichen Bogen, dessen Enden durch eine Schnur, der Bogensehne, verbunden werden. Traditionelle Bögen wurden aus Holz, Horn und Tiersehnen gefertigt; ein hochwertiger Kompositbogen erforderte einen aufwendigen mehrmonatigen Herstellungsprozess. Moderne Bögen bestehen meist aus Holz-/Kunststoffkomposita.

Der Bogen selbst kann in fünf Abschnitte gegliedert werden: ein meist starres Mittelstück, das als Griff für den Bogenschützen dient, zwei daran anschließende flexible Wurfarme und die beiden abschließenden Bogenenden, an denen die Bogensehne befestigt wird. Beim Einhängen der Bogensehne müssen die Wurfarme gekrümmt werden, dies sorgt für die Vorspannung des Bogens. Beim Ausziehen der Bogensehne, dem Spannen, werden die Wurfarme stärker gekrümmt und speichern Energie. Diese sorgt beim Loslassen der Sehne (des Pfeiles) für die Beschleunigung eines eingelegten Pfeils. Das Prinzip ist mit einer Sprungfeder vergleichbar.

Die zum Spannen nötige Kraft wird als Zuggewicht bezeichnet und aus historischen Gründen häufig in englischen Pfund angegeben. Das maximal mögliche Zuggewicht eines Bogens wird maßgeblich durch die Steifheit der Wurfarme vorgegeben. Es kann mehr als 100 Pfund betragen, was einer Kraft von 444 N entspricht. Für die resultierende Endgeschwindigkeit eines Pfeiles ist zusätzlich der Wirkungsgrad entscheidend, d. h. der Grad, mit dem der Bogen die gespeicherte Verformungsenergie in kinetische Energie umwandeln kann. Nicht nutzbare Energie verpufft in der nötigen Beschleunigung der Wurfarme selbst.

Die gängigste Form des Bogens ist der Rechtshandbogen. Dies bedeutet, dass der Schütze den Bogen mit der linken Hand hält und die Bogensehne mit der rechten Hand spannt. Man bezeichnet den Schützen auch als Rechtshandschützen. Bei einem Linkshandbogen bzw. Linkshandschützen kehren sich die Verhältnisse um. Die Wahl des Bogens wird aber keineswegs nur durch die Händigkeit des Schützen bestimmt, sondern auch durch dessen Augendominanz. Die Sehne mit dem Pfeil wird zu dem dominanten Auge geführt, weil dieses das Zielen übernimmt.

Bei modernen Sportbögen signalisiert ein Klicker dem Schützen das Erreichen einer speziellen Zuglänge.

Im Gegensatz zur Armbrust sind viele Bögen nicht symmetrisch gebaut. Ein Maß für den Unterschied der Wurfarme ist der Tiller.

(Quelle: Wikipedia)

// Der Bogen - Primitiv-Bogen

Ein Primitiv-Bogen (traditioneller Bogen) ist in seiner ursprünglichen Form aus einem Stück Holz gefertigt (englisch: Selfbow), ohne dass ein Schussfenster (englisch: Shelf) und ein Griffbereich ausgeformt werden. Der einfache Bogen besitzt daher keine Pfeilauflage, sondern wird über den Handrücken der Bogenhand aufgelegt.

„Primitivbogen“ als Bogenklasse im heutigen traditionellen Bogensport bedeutet vor allem, dass nur Bogen zugelassen sind, die ausschließlich aus natürlichen (d. h. vorindustriellen) Materialien bestehen. Daher können Backing und Griffleder vorhanden sein, sofern sie aus Naturmaterialien bestehen.

Auch die Bogensehne muss aus Naturmaterialien (Flachs, Leinen, Sehne, Leder, Haut etc.) gefertigt sein. Sie wird in den Nocks eingehängt.

In Europa verwendete Hölzer sind z. B. Eibe, Esche, Ahorn, Haselnuss, Holunder und Akazie.

(Quelle: Wikipedia)

// Der Bogen - Langbogen

Zwischen dem Primitiv-Bogen und dem Langbogen bestehen fließende Übergänge. Ein Langbogen kann ein Holzbogen (Selfbow) ohne Schussfenster sein. Moderne Langbogen bestehen meist aus laminierten Holzstreifen oder mit auf- oder eingelegten Kunststoffen. Dabei kommen vor allem Glasfaserlaminate für den Belag der Bauch- und Rückenseite zum Einsatz, sowie Kohlenstofffasern als Schichtlaminat.

Im traditionellen Bogenbau wird zwischen Langbogen englischer und amerikanischer Bauart unterschieden. Englische Langbögen des Mary-Rose-Typus sind traditionell aus Eibenholz gefertigt und haben einen tiefen D-förmigen Bogenarmquerschnitt ohne Griffband. Die späteren viktorianischen englischen Langbogen haben über die gesamte Länge einen linsenförmigen Querschnitt und einen runden Griff, meist mit einer Lederwicklung. Man spricht dabei von einem Stabbogen. Amerikanische Langbogen besitzen flache Wurfarme mit meist eher rechteckigen Wurfarmquerschnitt und einen der Hand stärker angepassten Griff. Letztere werden auch Flachbogen genannt.

(Quelle: Wikipedia)

// Der Bogen - Recurve-/Reflexbogen

Recurve (englisch: zurückgebogen) steht für das Hauptmerkmal dieses Bogentyps, die zurückgebogene Form der Wurfarme, die im entspannten Zustand vom Schützen wegweisen.Die Begriffe Recurvebogen und Reflexbogen werden synonym verwandt.

Die ältesten Nachweise dieses Bogentyps sind Felsmalereien in der spanischen Levante (seit dem 6. Jt. v. Chr.), auf denen Krieger oder Jäger mit Recurvebogen abgebildet sind. Spätere Darstellungen von Recurvebogen stammen aus der mitteldeutschen Bernburger Kultur, z. B. in der Steinkiste von Göhlitzsch. Spätestens mit der westeuropäischen Megalithkultur kam der Recurvebogen nach Nord- und Mitteleuropa. Etwa um 3000 v. Chr. findet man sie auf Megalithgräbern der osteuropäischen Maikop-Kultur (z. B. in Klady) und anschließend im Rahmen der Kura-Araxas-Kultur.

Um ca. 2400 v. Chr. stellen sich akkadische Könige mit einem Recurvebogen als Machtsymbol dar. Später wird dies durch Reflexbögen ersetzt und ein üblicher Bestandteil von Darstellungen der Könige im Vorderen Orient. Beispiele gibt es unter Babyloniern, Assyrern und Persern. Im ägyptischen Theben wurden Exemplare eines Typs gefunden, die wahrscheinlich assyrischer Herkunft waren und aus der Zeit um 1200 v. Chr. stammen.

Der Recurvebogen (Reflexbogen) speichert in den Wurfarmen mehr Energie und hat daher einen höheren Wirkungsgrad als der Flach- und Langbogen. Die anliegende Sehne dämpft außerdem den Handschock nach dem Schuss. Während beim Langbogen die Bogensehne frei schwingt, liegt sie beim Recurvebogen auf den Wurfarmenden (den „Recurves“) auf. Durch die Streckung der Sehne beim Abschuss wird ein Teil der Schwingungen vom Bogen absorbiert. Durch die Kompositbauweise – die bei Reflexbogen die Regel darstellt – kann dieser weiter ausgezogen werden als ein Lang- oder Flachbogen und hat dabei dennoch einen weicheren Auszug. Die starke Vorspannung der Wurfarme erfordert allerdings auch eine wesentlich größere Belastbarkeit des Materials.

Als Take-Down-Recurve bezeichnet man Recurve-Bögen, die aus einem Mittelteil und zwei montierbaren Wurfarmen bestehen. Der Vorteil dieser Bögen besteht neben den kleineren Transportmaßen auch darin, dass ein schweres Mittelstück aus Metall oder Kunststoff zur Stabilisierung des Bogens beim Abschuss beiträgt. Take-Down-Recurves mit einem Holzmittelteil haben Vorteile beim Transport, zusätzlich erlauben sie das Auswechseln defekter Wurfarme.

Unter Recurvebogen wird heute im sportlichen Bogenschießen der „olympische Recurve“ mit Visier und Stabilisatoren verstanden. Demgegenüber wird mit dem Begriff Blankbogen im heutigen Sprachgebrauch die Klasse „Recurvebogen ohne Visier und Stabilisatoren“ bezeichnet. Im traditionellen Bogensport werden alle Bogen ohne Visier als Blankbogen bezeichnet.

(Quelle: Wikipedia)

// Der Bogen - Compoundbogen

Der Compoundbogen besitzt an den Bogenenden des Bogens drehbare Räder, die sogenannten Camwheels, kurz Cams genannt. Sie besitzen zwei verschiedene Durchmesser, auf denen Kabel oder Sehne aufgerollt sind. Im ungespannten Zustand ist auf dem größeren der beiden Räder die Sehne aufgerollt. Beim Spannen des Bogens wird die Sehne vom großen Rad abgerollt und auf dem kleinen Rad wird das am gegenüberliegenden Wurfarm befestigte Kabel aufgerollt. Die Cams sind zusätzlich exzentrisch aufgehängt.

Moderne Compoundbögen wenden wie bei einem Wellrad das Hebelgesetz an. Die sich nach außen wegdrehende Rolle ist wie ein starrer Hebel, der auf die Drehachse wirkt. Durch die exzentrische Aufhängung der Rollen/Cams verändert sich der Angriffswinkel und der Hebelarm, der Bogen arbeitet so immer im effektivsten Bereich. Werden die Rollen/Cams mit der Bogensehne nach außen gezogen, verlängert sich der Hebelarm. Diese Mechanismen sind beim Compoundbogen in einer praktischen Anwendung umgesetzt.

Dadurch ergibt sich im Gegensatz zu anderen Bogen ein nicht-linearer Kraftverlauf beim Auszug: Mit steigendem Auszug nimmt die Kraft zunächst stetig zu (wie auch bei anderen Bogen), um dann aber beim Überschreiten des sogenannten Gipfel-Zuggewichtes schlagartig abzunehmen. Der Bogenschütze hält dann bei voll ausgezogenem Bogen nur noch einen Bruchteil des Gipfelzuggewichtes auf der Hand. Die Zugreduzierung kann bis zu 80 % betragen, d. h. bei einem Gipfelzuggewicht von 50 Pfund muss der Schütze nur zehn Pfund im Auszug halten. Dadurch kann der Bogen ruhiger gehalten werden und das Zielen fällt wesentlich leichter.

Der Compoundbogen ist der modernste aller Bögen und wird in der Regel mit einer mechanischen Lösehilfe (dem „Release“; engl. to release sth. = etwas ausklinken, etwas auslösen) geschossen, um Ablassfehler zu reduzieren. Zusätzlich werden Wasserwaagen und Vergrößerungen im Visier benutzt. Gepaart mit dem geringen Haltegewicht machen diese Hilfen den Compoundbogen insgesamt sehr präzise. Im Jahr 2012 lag z. B. der Weltrekord in der FITA Runde (Männer) im Freien mit 144 Pfeilen bei 1419 Ringen beim Compound. Im Vergleich dazu steht der Weltrekord FITA Runde (Männer) im Freien mit 144 Pfeilen bei 1387 mit dem Recurve.

(Quelle: Wikipedia)

// Der Bogen - Kyūdō-Bogen / Reiterbogen

Der japanische Kyūdō-Bogen (Yumi) ist ein asymmetrischer Kompositbogen. Der Pfeil wird hier, wie es auch bei asiatischen Reitervölkern üblich war, zum Schuss auf der dem Schützen abgewandten Seite des Bogens geführt. In der Frühgeschichte finden sich jedoch auch Darstellungen symmetrischer und Vollmaterialformen.

Es wurde verschiedentlich diskutiert, dass der Kyūdō-Bogen als Reiterwaffe entwickelt wurde. Als Argument wird der kürzere (aber auch stärkere) untere Wurfarm angeführt, der beim Schuss vom Pferd aus den geringen Platz bis zum Pferderücken optimal ausnutzen kann. Gegner dieser umstrittenen Theorie weisen dagegen darauf hin, dass archäologische Funde den asymmetrischen Bogen weit vor domestizierten Pferden in Japan belegen. Zusätzlich ist zu bemerken, dass die Pfeile in Japan eine spezielle Behandlung erfahren: Um die Leitfedern zu stärken, wird der Pfeil (bzw. der Teil von der Nock bis zum Ende der Federn) einige Zeit über Wasserdampf erhitzt. Manchmal haben Pfeile in Japan auch vier Federn, wobei zwei davon oft verkürzt sind.

Beim mongolischen Schießstil liegt der Pfeil auch auf der „Außenkante“ des Bogens. Auch da hält der Daumen die Sehne und löst sie. Die mongolischen Bögen sind symmetrisch.

Entscheidend für die Position des Pfeils ist die Frage, wie der Bogen gespannt wird, europäisch mit drei Fingern, oder asiatisch mit dem Daumen. Davon ist abhängig, in welche Richtung die Sehne von den Fingern bzw. Daumen gleitet. Der Pfeil liegt immer auf der Seite dieser Richtung, bei drei Fingern links, beim Daumen somit rechts.

Dies ist erforderlich, um zu vermeiden, dass der Pfeil beim Abschuss am Bogen anschlägt. Wird der Schuss gelöst, krümmt sich der Pfeil zuerst in die Bogenmitte, dann durch die eigene Elastizität in die entgegengesetzte Richtung. Genau zu diesem Zeitpunkt passiert der Pfeil den Bogen und wird somit nicht abgelenkt. Der Pfeil gleitet nicht die ganze Zeit bis zum Verlassen der Sehne entlang des Bogens. Allerdings gibt es neben den heute am weitesten verbreiteten Kyudo-Schießformen noch viele andere.

So finden sich auch heute noch und in Überlieferungen Schießtechniken, die sich von denen der gängigen Schießpraxis im heutigen Kyudo unterscheiden. So gab und gibt es auch Formen (überwiegend im Kriegsschießen), bei denen der Bogenarm steif gehalten oder bei sehr starken Bögen gar mit den Füßen gespannt, ein kürzerer Auszug genutzt oder die Sehne mit den Fingern oder anderen Vorrichtungen gezogen wurde. Dementsprechend würde nach der Theorie die Auflageseite des Pfeiles für diese Schießformen wechseln, oder eine Ablenkung bzw. Ausbremsung des Pfeiles in Kauf genommen werden.

(Quelle: Wikipedia)

// "Robin Hood" Schuss

Robin Hood [ˌrɒbɪn hʊd] ist der zentrale Held mehrerer spätmittelalterlicher bis frühneuzeitlicher englischer Balladenzyklen, die sich im Laufe der Jahrhunderte zu der heutigen Sage formten. Die Handlungen der Balladen wurden fortwährend umgedichtet und weiterentwickelt, auch neue Balladen wurden hinzuerfunden. So wird Robin Hood in den ältesten schriftlichen Quellen aus der Mitte des 15. Jahrhunderts noch als gefährlicher Wegelagerer einfacher Herkunft geschildert, der vorzugsweise habgierige Geistliche und Adlige ausraubt. Im Zuge seiner Auseinandersetzungen mit Feinden kommt es auch zu mittelalterlich-grausamen Praktiken. Später wird er immer positiver dargestellt. Die Dichtung macht ihn zum enteigneten angelsächsischen Adeligen und zum gegen die Normannen kämpfenden angelsächsischen Patrioten. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts wandelt sich die Figur auch zum Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit, der den Reichen nimmt und den Armen gibt. Die Existenz Robin Hoods als reale historische Figur ist nicht belegt.
 
Einen Treffer beim Bogenschießen, welcher einen bereits in der Scheibe steckenden Pfeil „aufspießt“, nennt man Robin-Hood-Schuss.
 
(Quelle: 
Wikipedia)

 
 
Du hast auch Vereinsintern einen Robin-Hood geschossen ? Dann mach doch einfach ein paar Bilder und teile diesen besonderen Moment mit uns :-)

// Rechtliche Situation in Deutschland

In Deutschland wird die rechtliche Situation durch das Waffengesetz (WaffG) geregelt.

Entscheidend für die Beurteilung sind dabei die Paragraphen §§ 1 und 2 WaffG sowie die dazugehörigen Anlagen. Die Anlage 1 zum WaffG (zu Paragraph § 1 Absatz 4 WaffG) definiert in der Abschnitt 1, Unterabschnitt 2, Nummer 2 als den Schusswaffen gleichgestellt Gegenstände mit „… bei denen bestimmungsgemäß feste Körper gezielt verschossen werden, deren Antriebsenergie durch Muskelkraft eingebracht …“, was soweit auch den Bogen umfassen würde.

Jedoch folgt dann die Einschränkung „… und durch eine Sperrvorrichtung gespeichert werden kann.“ Somit gilt die Nummer 1.2.2 der Anlage 1 zwar für Armbrüste, aber nicht für Bögen. Auch an keiner anderen Stelle der Anlage 1 wird der Bogen erwähnt oder eine entsprechende Definition für ihn verwendet.

Eindeutig wird die Situation dann mit der Anlage 2 zum WaffG (zu Paragraph § 2 Absatz 2 bis 4 WaffG). Die Waffenliste der Anlage 2 schließt in Abschnitt 3, Unterabschnitt 2, Nummer 2 Schusswaffen teilweise vom Gesetz aus „… bei denen feste Körper durch Muskelkraft ohne Möglichkeit der Speicherung der so eingebrachten Antriebsenergie durch eine Sperrvorrichtung angetrieben werden.“ (also auch Bögen). Dabei bezieht sich die teilweise Ausnahme auf Anscheinswaffen nach Paragraph § 42a WaffG. Damit ist der Bogen keine Waffe nach den Paragraphen des WaffG.

Der Bogen ist ein Sportgerät und ist damit nicht waffenscheinpflichtig und unterliegt auch nicht den Restriktionen des Waffengesetzes und der Waffenverordnung.

Bogenjagd und Bogenfischen sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz verboten.

(Quelle: Wikipedia)